Erfurter Sorten

 

Ab 1877/78 wird der Handel von Weinreben in Erfurt untersagt, da von hier die Reblaus verbreitet wurde.
Es ist heute aber bekannt,
das von Gärtnereien aus Erfurt, sogenannte Direktträger- Reben (Amerikaner-Reben) weiter verkauft wurden. Diese Sorten sind in der Regel pilzwiderstandsfähig und durch ihre Eltern resistent gegen die in Europa aufgetretene Reblaus. Züchter und Gärtnerei sind unbekannt.
Tatsache ist dass 1883 eine Sorte "Kiliansrebe" durch den Polizeidiener Herr Kilian nach Dudenhofen in der Pfalz gebracht wurde. In Dudenhofen wird die Rebe heute noch erfolgreich durch eine Arbeitsgemeinschaft "Kilianer" angebaut. Der Name der Rebe "Kilianer" ist ein Synonym für eine unbekannte Sorte aus Erfurt. Weiteres zur Kilianerrebe Link.

Artikel in Wikipedia LINK.

 In neudietendorfweinNeudietendorf ist eine weitere Direktträger- Rebe bekannt, die aus der dieser Zeit stammt. Die Erfurter Weinzunft unterstützt den Hausbesitzer bei der Pflege.
Bild: Rebe in Neudietendorf

 

Als nächstes Beispiel ist hier die Anpflanzung in Zella-Mehlis zu nennen Zitat: in Südthüringen.de/Meinigen;

"Dass dieses Hobby selbst in rauen Lagen des Thüringer Waldes glückt, bewies ein Winzer aus Zella-Mehlis, der den Soiree-Gästen im Anschluss an die beiden Vorträge einen Tropfen seines Hausweinstockes kredenzte. Ebenso bemerkenswert wie der Ort des Anbaus ist auch die Geschichte seines Rebstockes, der mit seiner 25 Meter langen Hauptranke längst auf die Fassade des Nachbarhauses übergegriffen hat. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts hatten ihn italienische Tunnelbauer als Gastgeschenk an den Großvater des heutigen Besitzers übergeben, in dessen Haus sie während des Baus des Brandleittunnels logierten. Trägt der Stock gut, sind Ernten bis zu 90 Kilogramm möglich, die nicht nur als Rotwein, sondern auch als Traubensaft, Weintraubenmarmelade und Korinthen den Gaumen der ganzen Familie erfreuen."

 

Dieses Beispiel zeigt die lange Lebensdauer und Robustheit der Direktträger-Reben, hier aus Italien kommend.